Streuobstwiesen

 

Hauptziele des Verbandes sind der Erhalt und die Pflege der Natur- und Kulturlandschaft im Landkreis Freising. Hierzu ist es notwendig, die Sicherung des Lebensraumes vieler gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu gewährleisten. Die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe insbesondere  die Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft und regionaler Betriebe, stellt einen essentiellen Faktor zur Umsetzung dieser Ziele dar. Um dies fortwährend ermöglichen zu können, bedarf es einer stetigen Planung und Umsetzung von neuen Maßnahmen. Demzufolge hat sich der Landschaftsverband Freising zum Ziel gesetzt, die Entwicklung  und Pflege von Streuobstwiesen zu realisieren. Bereits 1994 erfolgte der erste Spatenstich des neuen Grundgedanken. Heute ,15 Jahre später, kann man an der Plantage in Freising, wortwörtlich die Früchte dieser Konzeption ernten. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Jagdgenossenschaft und den Naturschutzverbänden, sollen in Zukunft weitere Streuobstwiesen angelegt werden. Zum Ausbau und Erhalt der Obstwiesen werden neue Gebiete durch Katierungsprojekte erschlossen.

In Anknüpfung zu anderen Aufgabenfeldern des Landschaftsverbandes Freising, vergleichsweise in Form von Jugendprojekten, lässt diese Maßnahme eine Wechselbeziehung zwischen Umweltbildung und dem Erhalt wichtiger Lebensräume entstehen. Anlässlich der nötigen Pflegemaßnahmen die eine Streuobstwiese erfordert, können Jugendliche die Belange der Natur begreifen und zeitgleich zur Förderung wichtiger Lebenesräume einer Vielzahl von Tieren wie zum Beispiel dem Steinkäuze, Gimpel, mehreren Spechtarten, aber auch Säugertieren und Amphibien wie Siebenschläfer und Laubfrösche, beitragen. Ferner werden hierbei auch die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie & Soziales vereint.

Soziale Beziehungen finden hierbei insbesondere innerhalb der Familien statt. Durch die Einbindung der Kinder beispielsweise während der Erntemaßnahmen, lernen diese bereits im frühen Lebensalter, die Naturkreisläufe (Wie entsteht Apfelsaft) und deren Zusammenhänge (Symbiose zwischen Biene & Baum) anhand praktischer Tätigkeiten zu verstehen. Streuobstwiesen sind somit ein Lernobjekt für die ganze Familie. Die Erntemaßnahmen dienen zum einen der Finanzierung der Pachtgebühr der vom Landschaftsverband gepachteten Obstwiesen und darüber hinaus zur Förderung der Integration von Naturschutzmaßnahmen. Um den Regionalkreislauf aufrechtzuerhalten, zielen die Erntemaßnahmen auf die Vermarktung der örtlichen Produkte wie des eigenen Apfelsaftes ab. In enger Zusammenarbeit mit der in Erding ansässigen Firma Wolfram werden die im Vorfeld geernteten Äpfel, gepresst und zur Apfelsaft weiter veredelt. Der so gewonnene Saft, wird in Glasflaschen abgefüllt und über die Firma Wolfram an weitere Einzelhändler und kleine Familienbetriebe der Region vermarktet. Letztere bilden das Schlussglied des Regionalkreislaufes, welches die Abgabe an den Endverbraucher gewährleistet. Von den 19 Mitgliedsgemeinden des Landschaftsverbandes Freising, beteiligten sich 11 Gemeinden mit einer einmaligen Zahlung in Höhe von 980 € zur Grundfinanzierung dieser Maßnahme.

Die beteiligten Gemeinden sind:

 

  • Attenkirchen

  • Stadt Freising

  • Haag

  • Kranzberg

  • Landkreis

  • Langenbach

  • Moosburg

  • Neufahrn

  • Rudelzhausen

  • Wolfersdorf

  • Zolling

Dieser Beitrag ermöglicht es dem Landespflegeverband die erfoderlichen Leistungen für das Projekt auch umzusetzen. Ferner sind diese Leistung die Kontaktaufnahme mit den Flächenbesitzern (Kommunen / Kirchen / Landkreis / Privatpersonen), Erstellung des Flächenkatasters sowie eines Maßnahmenplans. Desweiteren auch die Aufstellung von Vermarktungskonzepten, Ausarbeitung von Pacht- und Bewirtschaftsungsplänen und Aufgaben wie Integration der Öffentlichkeitsarbeit (Streuobst 2000+) oder die Prüfung zur Gründung einer Erzeugergemeinschaft.
Weitere finanziellen Mittel werden durch die Organisations Leader+ , ein von der EU getragenes Förderprogramm für innovative Ideen im ländlichen Raum, bereitgestellt.

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