Freisinger Moos

Das Freisinger Moos, vor den Stadttoren von Freising gelegen, zog sich ehemals entlang der Hügelkette über Giggenhausen, Neufahrn und Eching bis hinüber ins Dachauer Moos. Dieser riesige Niedermoorkomplex wurde jahrzehntelang geprägt durch die Nutzung von Mähwiesen und Torfstichen. Mit dem Strukturwandel der Landwirtschaft wurde die Nutzung dieser zum Teil sehr stark vernässten Standorte aufgegeben. Weiden und Faulbaumgebüsch besiedelten schnell die nicht mehr gemähten Wiesen und Torfstiche und prägen heute mit das Landschaftsbild im Freisinger Moos. Um den Lebensraum gefährdeter Pflanzenarten, wie dem Schwalbenwurzenzian und der Prachtnelke und gefährdeter Tierarten, wie der Bekassine, zu erhalten, haben der Landkreis Freising und die Gemeinde Neufahrn schon vor über zwanzig Jahren brach fallende Standorte aufgekauft und vom Ökomobil und später dem Landschaftspflegeverband Freising renaturieren lassen. Durch das Engagement des Landschaftspflegeverbandes Freising, der Naturschutzverbände (Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz), und dem Einsatz der Landwirte konnten seit 1992 wieder 15 ha artenreicher Streuwiesen geschaffen werden.

Das Freisinger Moos ist ein Niedermoor mit zahlreichen Torfstichen und extensiv genutzten, einmahdigen Streuwiesen. Mit einer durchschnittlichen Brachvogelpopulation von 13 Brutpaaren und Einzelvorkommen des Wachtelkönigs, zählt das Freisinger Moos zu den überregional bedeutsamen Wiesenbrütergebieten. Der Schutz des Mooses wurde mit Erstellung des Arten- und Biotopschutzprogammes vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen zum Pilotprojekt erklärt. Isoliert liegende Biotope sollen in einem Verbundsystem vernetzt werden.

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Wie komme ich zum Moos?

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