Quellschutz im Ampertal

Gedenke der Quelle, wenn du trinkst

Quellen sind Ursprung unserer Fließgewässer und Inbegriff für Natürlichkeit und Reinheit. Seit Jahrtausenden werden sie als besondere und mystische Orte geschätzt. Die einstige Wertschätzung ist jedoch in Zeiten der modernen Wasserversorgung nahezu verloren gegangen.

Quellen bieten das ganze Jahr hindurch konstante Umweltbedingungen, auf die hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten angewiesen sind. So beherbergen selbst die unscheinbarsten Quellen besondere Lebensgemeinschaften und sind daher für die Biodiversität von großer Bedeutung. Der Gesetzgeber misst den Quellen als Lebensraum und wegen ihrer Bedeutung für den Gewässerschutz großes Gewicht bei und lässt ihnen daher einen besonderen gesetzlichen Schutz angedeihen.
Quellen sind heute durch Gesetze und Richtlinien geschützt: Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz zählen naturnahe Quellbereiche zu den besonders geschützten Lebensräumen.

 

In der Praxis wurde der Quellschutz bisher leider nicht ausreichend umgesetzt. Naturnahe Quellen sind daher sowohl in ihrem Bestand als auch in ihrer Funktion als Lebensraum massiv gefährdet. Umso wichtiger die Schaffung von Pufferflächen, die Wiederherstellung bzw. Optimierung der Quelllebensräume um diese wichtigen Lebensräume langfristig zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen hat der Landschaftspflegeverband Freising e.V. zusammen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung eine Trägergemeinschaft gebildet.

Quellen im Ampertal

Der Zustand von Quellaustritten entlang der Amperleiten bietet dringenden Handlungsbedarf. Durch einen Projektantrag beim Bayrischen Naturschutzfonds  wird nun mit Fördergeldern  eine Bestandsaufnahme und Bewertung über den aktuellen Zustand der Quellbereiche möglich. Dies geschieht mit Hilfe des Bayerischen Quellerfassungsbogens (BayQEB Basis + Detail), wobei im Vorfeld die Eigentümer der relevanten Flurstücke ermittelt werden müssen. Das Projekt „Quellschutz Amperleiten“ konzentriert sich dabei auf 21 Sonderstandorte.  Die vom Quellwasser beeinflusste Umgebung der Quelle und der Beginn des abfließenden Baches werden zusammengefasst als Quellbereich bezeichnet. Da der Flächen-Umgriff  häufig über die einzelnen Quellbereiche hinaus geht, werden in einigen Fällen nur Teilbereiche, d.h. die feuchten Quellstandorte der ABSP-Flächen (Sonderstandorte), untersucht. Durch eine anschließende Ableitung bzw. Einleitung von Maßnahmen und entsprechenden Flächenerwerb soll die Schaffung von Pufferflächen und die Wiederherstellung bzw. Optimierung der Quelllebensräume erreicht werden.

Das übergeordnete Ziel des Projekts orientiert sich am Ziel des Aktionsprogramm "Quellen in Bayern", welches vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und dem Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) ins Leben gerufen wurde und seit 2001 unter der Leitung des Bayerischen Landesamt für Umwelt ist: „Das übergreifende Ziel des Quellschutzes ist es, den fortschreitenden Schwund des Lebensraums Quelle aufzuhalten und wo immer möglich, Quellstandorte durch Renaturierung wieder in ihren morphologisch naturnahen Zustand zurück zu versetzen.“

Dementsprechend wurden die Ziele des Projekts in Freising wie folgt definiert: 

 

"Aufnahme und Bewertung der Flächen, Sensibilisierung und gemeinschaftliche Suche nach Lösungen mit betroffenen Eigentümern und anschließend die Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Quellbereiche."

          "Je näher die Quelle, desto klarer das Wasser."

 

Wir brauchen Ihre Mithilfe, um gemeinsam den natürlichen Zustand der Quellen zu erhalten und wiederherzustellen!

Bei Fragen und/oder Ideen zu Quellstandorten entlang der Amperleite wenden Sie sich bitte direkt unter 08161/ 600 438 oder über das Kontaktformular an den Projektleiter Fabian Eichhorn.

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